Kurator:innen-Führung
mit Berthold EckerBeschreibung
Was bleibt von Sprache, wenn sie aufhört, lesbar zu sein? Die Arbeiten von Greta Schödl bewegen sich an der Schnittstelle von Lesen und Sehen und eröffnen ein Spannungsfeld, in dem sich Bedeutung erst im Wahrnehmen entfaltet. Die Führung mit Kurator Berthold Ecker rückt diese besondere Qualität ins Zentrum. Schödls Praxis der „Visuellen Poesie“ verwandelt Schrift in ein bildnerisches System: Zeichen, Linien und Wiederholungen lösen sich zunehmend von ihrer Lesbarkeit und entwickeln eine eigene, rhythmische Präsenz. So überzieht Schödl etwa einen wunderschönen Marmorblock vollständig mit dem italienischen Wort „Marmo“ und setzt goldene Akzente in den Buchstaben „o“. Anhand ausgewählter Werkgruppen – von den „Vibrazioni“ bis zu asemischen Schriften – wird sichtbar, wie sich Sprache in Bewegung, Energie und visuelle Erfahrung übersetzt. Die 1929 in Hollabrunn geborene Künstlerin lebt seit den 1950er-Jahren in Bologna und war 2024 auf der Biennale in Venedig vertreten.
Ticket: € 4, zzgl. Eintritt
Treffpunkt: Museumsfoyer Landesgalerie Niederösterreich