Urmas Vadi
Urmas Vadi zählt zu den bedeutenden zeitgenössischen Schriftstellern Estlands und ist als Autor, Drehbuchschreiber und Erzähler bekannt. Neben zahlreichen Filmskripten und Kurzgeschichten, für die er 2011 mit dem renommierten Friedebert Tuglas Kurzgeschichtenpreis ausgezeichnet wurde, veröffentlichte Vadi mehrere Romane. Sein Romandebüt „Kirjad tädi Annele“ (Briefe an Tante Anne, 2010) ist ein fragmentarischer Briefroman. Es folgte „Tagasi Eestisse“ (Zurück nach Estland, 2012), das als einer der bedeutenden estnischen Romane des Jahres gilt.
In seinem Roman „Neverland“ (2017) setzt sich Vadi mit Fragen der Identität auseinander. Mit „Ballettmeister“ (2019) erzählt er das Schicksal des ersten Präsidenten der Republik Estland, Konstantin Päts, und verbindet dabei dokumentarische Elemente mit Fantasie. Der Roman wurde 2021 ins Bulgarische und 2023 ins Deutsche übersetzt.
Für seinen Roman „Kuu teine pool“ (Die andere Seite des Mondes, 2023) erhielt Urmas Vadi 2024 den Eduard-Vilde-Literaturpreis. Das Buch war 2025 zudem der meistentlehnte estnische Roman in öffentlichen Bibliotheken.
Nationalität: Estland
Disziplin: Literatur
Aufenthalt: Session 7 (25.09.-08.11.2026)