Jelena Pejković
Jelena Pejkovićs architektonischer Hintergrund bildet ein wesentliches Fundament ihrer Arbeit. Eine präzise Linienzeichnung strukturiert ihre Werke, während darauf folgende Schichten aus schwarzer Tinte oder Farbe sowie freie, gestische Markierungen es ihr ermöglichen, die Qualitäten des jeweiligen Motivs spielerisch nachzuempfinden.
Im Zentrum ihrer Arbeiten stehen häufig alltägliche, übersehene und periphere, zugleich jedoch komplexe und visuell eindrucksvolle Motive wie ländliche Architektur, verfallene Gebäude oder vernachlässigte urbane Räume. Ob durch die Verdichtung präziser Tintenlinien oder durch das Kombinieren und Ineinandergreifen unterschiedlicher Materialien – ihr künstlerischer Prozess ist stark transformativ. Durch intensive Konzentration und anhaltende Aufmerksamkeit entstehen selbst aus scheinbar banalen Strukturen vielschichtige Komplexitäten.
Im Verlauf des Arbeitsprozesses erfährt Jelena Pejković eine tiefgreifende Veränderung: Sie gewinnt Wissen und entwickelt eine stetig wachsende Neugier auf die Welt, ausgehend vom Mikrokosmos der beobachteten Orte. Ihre Arbeiten laden Betrachterinnen und Betrachter dazu ein, innezuhalten, genauer hinzusehen und über jene Aspekte ihrer Umgebung nachzudenken, die häufig unbeachtet bleiben. Ziel ist es, durch die Auseinandersetzung mit dem vermeintlich Unbedeutenden ein erneuertes Gefühl von Selbstwirksamkeit und Zugehörigkeit zu ermöglichen.