Festival Imago Dei

Karin Nakagawa

Nachhall der Tradition – Vom Wert der Vergänglichkeit
Portraifoto von Karin Nakagawa und Manfred Bernard
© Rufino-Emmenegger

Die Koto, ein bereits im 6. Jahrhundert erwähntes Zupfinstrument, beeindruckt durch ihren geschwungenen Klangkörper und ihre variable Tongebung: Jede der 25 Saiten liegt über einem verschiebbaren weißen Steg, wodurch sich die Stimmung flexibel verändern lässt.

Am 29.03.2026 gibt Karin Nakagawa im Rahmen des Festivals Imago Dei ein Konzert mit ihrer Koto. Seit ihrem zwölften Lebensjahr wurde sie von bedeutenden Lehrenden geprägt, darunter die legendäre Kotospielerin Keiko Nosaka. Ihre Musik verbindet traditionelle japanische Klänge mit Elementen aus Jazz, Funk und Blues – mal entsteht ein treibender Riff, mal gleitet ihre Hand improvisierend leichtfüßig über die Saiten. Auch Naturklänge und außermusikalische Ideen fließen ein. Zentral ist für sie das japanische Konzept „Ma“ – ein „leerer Raum“, der verbindet statt trennt – sowie die Stille als elementarer Bestandteil des musikalischen Erlebens.

Nakagawa stammt aus der japanischen Präfektur Ibaraki und trat 2024 bei der Verleihung des Friedensnobelpreises auf. 2026 verbringt sie gemeinsam mit ihrem Partner, dem Kameramann und künstlerischen Dramaturgen Manfred Bernard, mehrere Wochen als Artists in Residence in Krems. Dort entstehen neue Werke und Konzepte – auch die Auswahl für dieses Konzert.

So, 29.03.2026, 18.00 Uhr
Veranstalter: Imago Dei
Tickets: Vollpreis € 31

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